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               Sketche und Ansprache
   zum Sommerfest-Gottesdienst 2010  

Dialog 1: Fußballfans treffen Kirchgänger

-Fußballfans:(1 Jörg, 2 Thomas, 3 Laura, 4 Alexander, alle in Fan-Klamotten mit
                                                                             Vuvuzelas und Deutschland-Fahnen)
                     Ole oleoleole      (begegnen den Kirchgängern)
Kirchgänger (1 Daniela, 2 Patricia, 3 Marion, mit Gesangbuch)

Daniela: He passt doch auf

-Jörg: Wo kommt denn ihr her?

Patricia: Von der Kirche. Wo ihr herkommt muss man ja nicht erst fragen.

-Laura: Bei uns war´s  viiiel besser.
- Alex: Fußball ist die schönste Nebensache der Welt.

Marion: Bei der Hauptsache des Lebens waren aber wir.

- Jörg:  Und habt ihr gewonnen? Wir schon.

Daniela: Das letzte Mal seid ihr mit hängenden Köpfen und    
                       Fahnen herumgelaufen.

-Thomas: Na ja, da haben wir auch verloren. Man kann ja
                       nicht jeden Tag gewinnen. 
- Alex: Als ob das euch nicht auch passieren kann, wenn der 
                 Pfarrer so langweilig predigt.

Patricia: Wichtig ist uns, Gott nahe zu sein.

- Laura: und uns ist das tolle Gefühl wichtig: wir gehören
                     zusammen.
-Jörg: Wir sind wir.
- Thomas:  Wir haben unsere Schlachtgesänge.

Marion:  haben wir auch.

-Thomas: Wir können unsere Lieder auswendig, wir 
                       brauchen kein Gesangbuch. Schland o Schland.                     

Marion: wir kennen zumindest die ersten beiden Zeilen.
Daniela: Ihr habt ja nur kurze Songs. Bei uns sind sie länger.

- Alex:  Manchmal singen wir auch längere Lieder.
- Laura: Die Hymne können wir sogar auswendig. (Deutschlandlied aus der
                                                                                               Fahnenstange)

Patricia: Alle Achtung. Einige aus unserer Nationalmannschaft sehen aus, als würden sie bei der Hymne zwischen den Lippen eine Zitronenscheibe vom letzten Weißbier  auszuzeln.

- Laura: Die sind doch im Stimmbruch
- Alex:    Bei uns ist eh viel mehr los als bei euch.

Marion:  Eure Begeisterung ist ja auch bewundernswert.
Daniela:   Daran hapert es bei uns schon.
Patricia:  Das wäre schön, wenn wir unseren Glauben so
                 begeistert leben würden.          

-  Jörg:     Fußball ist uns eine Herzenssache.

Marion:  Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott, sagt
                 Luther

- Thomas:  Ja, wir verehren unsere Fußballgötter.

Daniela: Die machen aber auch Fehler.  Helfen die euch auch, wenn ihr  in Not seid, krank oder den Arbeitsplatz verliert?                             

- Laura: Natürlich nicht.
- Thomas: Manche Fans sind sooo fanatisch, das ist schon fast krankhaft. 
- Alex: Das ist die Gefahr.
- Jörg: Aber hilft euch denn die Bibel?

Patricia:  Sie gibt uns Mut zum Leben, sie tröstet uns, und die Gemeinschaft um Gottes Wort stärkt uns für Durstrecken im Leben.

- Thomas:  Der Schweinsteiger hat gesagt: „Ich glaube einfach, dass
                 Gott mit im Spiel meines Lebens ist.“

Marion:  Recht hat er.

- Laura: und der Cacau bekreuzigt sich, wenn er das Spielfeld
                   betritt
- Alex: und nicht nur er.

Daniela: Ihr könnt also von euren Fußballgrößen etwas lernen.
                 Zum Beispiel: Fair sein

- Alex:  da hapert´s manchmal.

Daniela: den Mitspieler sehen und zu ihm passen.

- Alex:  passt nicht immer.

Daniela: sich in die Mannschaft einordnen

- Alex:  fällt gerade den Stars oft so schwer.

Daniela: ....  Alles wie bei uns:

Patricia: Es gibt unter uns welche, die unfair sind, die den Mitchristen übersehen   
                    
Marion: und gerade den hohen Kirchenstars fällt es schwer, sich unterzuordnen.                        
- Jörg: wie steht´s?

Patricia: Was, wie steht´s ?

- Jörg:  na, hier in unserem Spiel?

Marion: 1: 1. Jeder von uns hat gewonnen, wenn er weiß, dass er   
               zugleich auch Verlierer ist.             

- Thomas: Dann singen wir doch alle gemeinsam: Ole oleoleole

                                                                             (alle ziehen ab)

Ansprache (Pfarrer Teicher):

Bei den Fußballer-Kindern finden wir noch echte Begeisterung.

Marcel Reif, der Sportreporter hat einmal gesagt: Große Fußball-Spiele brauchen immer diesen Gedanken: lasst uns große Jungs sein.

Dann kommen hinreißende Spielzüge zustande.

Meine 1. Anmerkung stellte ich unter das Stichwort: Der geniale Hackentrick.

Jesus sagt auch: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, dann kommt ihr nicht in die neue Welt Gottes.

Kinder können leidenschaftlich spielen. Sie haben großes Vertrauen, dass alles gut wird, und trauen den anderen zu, dass sie zuverlässig mitspielen. Jeder nutzt seine Begabung.  Dann kommen flotte Ballstaffeln zustande.

 Kinder können Vorbild sein für die Kicker.

Jesus ermutigt zur Freude am Spielerischen. Er schätzt das leidenschaftliche Spielen miteinander. Er liebt das Leben.
Wer freut sich nicht über einen genialen Hackentrick?
Da hätte auch Jesus seine Freude daran.

ER ist einer, der Leidenschaft schafft , damit können die Gläubigen lockerer leben. Und gelassen annehmen, wenn Mitmenschen anders denken und glauben. Das gehört zum „Fröhlich glauben“, dem Werbespot der Christuskirche.

Mein 2. Gedanke unter dem Stichwort: Der verschossene Elfer

Gläubige können dem versagenden Schützen helfen. Ihn trösten und ermutigen. Fußball ist die herrlichste Nebensache der Welt.
Es gibt höhere Werte. Niederlagen gehören zum Leben. Sie sollten motivieren, alles dafür zu tun, es das nächste Mal besser zu machen.

Der Gewinn ist die Freude am Spiel nicht die Höhe der geschossenen Tore. Ein Motto zum Spiel:

Sei kein Tor, das zusammenbricht, wenn ein Ball im Netz zappelt.

Sei ein Tor, das dem Ball im eigenen Netz zulächelt: ha du bist nicht das Entscheidende.

Mit Niederlagen können Menschen besser zurecht kommen, wenn sie um sich eine Gemeinschaft verspüren, die zu ihnen steht und sie zu stärken weiß.
Habt untereinander Liebe, sagt Jesus, daran wird jeder erkennen, dass ihr zu mir gehört.

Ein 3. Gedanke: Der Steilpass in die Tiefe.

Hinreißende Fußballspiele sind geistvoll, intelligent, originell.
Der gute Geist Gottes hilf dem Schwachen auf, heißt es bei Paulus. der Un-geist bringt ihn mutwillig zu Fall.

Dieser gute Geist kennt sozusagen die Laufwege des anderen, und setzt den Pass in die Tiefe. Im Vertrauen, dass der Mitspieler was draus macht.

Dieser gute Geist dribbelt, ist also kreativ und agil.

Dieser gute Geist spielt nach vorn, traut sich selber was zu, hat nicht die Angst: O Schreck, jetzt habe ich wieder was völlig Neues gewagt.

Dieser gute Geist spielt fair, setzt beim Gegner niemals die Blutgrätsche von hinten ein.

Dieser gute Geist geht über die Flügel und wird von Jesus angespornt. Der Beflügelte richtet sich nach vorne aus und sucht immer wieder seine neue Chance

Das ist das Geheimnis des guten Geistes Jesu.

Von weiteren Strategien Jesu hören wir jetzt:

Dialog 2:  Jesus der gute Trainer

Pressesprecherin (Doris Teicher): Ich bin die Pressesprecherin von Jesus. Mein Name: Petra Paulus. Ich stehe hier stellvertretend für Jesus.
Sie baten ihn um ein Interview:

Trainer (Gerhard Güthler): Wenn Sie ihm nahe stehen, gut, dann nehme ich auch Sie.
Ja ich bin Trainer der Nationalmannschaft. Leo Yogi ist mein Name. Ich wollte gerne von Jesus wissen, wie er seine Mannschaft trainiert hat. 2000 Jahre sind es her und man spricht immer noch von ihm,  ich hätte gerne ein paar Tricks von ihm gelernt.

Doris: Also fangen wir an, nicht mit Lothar Matthäus, sondern mit Markus: Jesus hat sich seine Mitspieler gut ausgesucht, so sagte er am See Genezareth zu Petrus und seinem Bruder Andreas:  
Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!

das zeichnet einen guten Trainer aus, dass er den Spieler da abholt, wo er ist, bei dem, was er kann und dann darauf aufbaut.

Gerhard: Ja, das habe ich in der Trainerausbildung auch gelernt: Dem Spieler nur das aufzugeben, wozu er sich imstande fühlt, und manchmal auch ein bisschen mehr, damit er über sich hinaus wächst. So habe ich an Klose festgehalten.

Doris: Auf diese Weise brachte Jesus seine Elf, die 12 Mitspieler zusammen.
Unter denen forderte er unbedingten Teamgeist:
Als sie sich streiten, wer der Beste von ihnen wäre, da sagt Jesus: (Mk 9,35). Wer die Nummer eins sein will, wird zuletzt kommen und allen dienen.

Gerhard: Das hab ich auch begriffen: Es soll ein guter Gemeinschafts-Geist herrschen in der Mannschaft, nur so können wir gewinnen.

Doris: Jesus versuchte auch seine Leute zu fairem Spiel anzuspornen.
"Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!" (Lk 6,31)Das ist die Goldene Fußballregel.

Gerhard: Manchmal rasten meine Spieler aus, vor allem wenn der Schiedsrichter Blödsinn pfeift, wie gegen die Serben.

Doris: Jesus lebt da nach der Devise:
Was siehst du den Splitter im Auge deines Mitmenschen aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
Auch Schiedsrichter sind Mitmenschen!

Gerhard: Aber hat nicht Jesus als Aktiver auch strategische Fouls begangen?

Doris: Wann denn, wie denn?

Gerhard: Na als er die Tische der Wechsler und Händler im Tempelhof umwirft und die Leute mit Gewalt raus wirft. Er ist da so zornig. Er will ja die geschäftlichen Interessen ganz aus seinem Sport heraus halten.

Doris: Dafür hat er die rote Karte bekommen.
           Aber er hat sonst völlig auf Gewalt verzichtet.
           Er setzte mehr auf trösten und ermutigen.

Gerhard: Richtig, er hat den Petrus aus dem Schlammassel des Sees Genezareth rausgeholt, in den er versunken war.

Doris: und machte ihn dann auch noch zum Shooting Star unter den Stürmern, Selig bist du, sagt er auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen. So wurde Petrus Kapitän der Mannschaft.

Gerhard: Ich will, dass meine Jungs kreativ und dynamisch spielen.              

Doris: Deshalb hat Jesus auch seiner Mannschaft Macht über die unreinen Geister gegeben.

Gerhard: Rein oder nicht rein, das ist hier die Frage. Geht der Ball nicht rein, dann entpuppen sich manchmal Mitspieler als unreine Geister.

Doris: Auf jeden Fall bei den Fans und den Medien.

Gerhard: Aber wir bauen auf den guten Geist unter uns, und manchmal spüren wir, dass der Geist Jesu uns zu guten Leistungen bewegt.

Haben Sie vielen Dank für das Interview.
............

Moderator: Das war unsere Trainingseinheit für den heutigen Tag. Jetzt gilt es, das Gesagte umzusetzen ins Leben.
Liebe Sportsfreunde: Gott schenkt uns den guten Geist Jesu:
der lässt uns vertrauen auf unsere schöpferischen Gaben und auf den Schöpfer selbst.

Er schenkt uns Liebe gerade auch für den Gegner,

und er weckt in uns Hoffnung, dass die liebevolle Welt Gottes Raum gewinnt unter uns.

Also bleiben wir am Ball, haben wir Vertrauen zu unserem obersten Trainer und bewahren wir uns einen fröhlichen Glauben.              
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